Erfolgsgeschichten

#changinglives ist für Young Bafana mehr als ein Motto. Es ist das Ergebnis aus harter Arbeit, Disziplin und Selbstvertrauen.

#ChangingLives

“Prof” erzählt seine Geschichte

Das ist HLONELA SITENGE

Vor neun Jahren stolperte Prof zufällig über die Young Bafana Fußball Akademie. Er und seine Freunde spielten gerade Fußball, als auf dem Nebenplatz ein Probetraining für die
U-11 Mannschaft von YB stattfand. Unwissentlich der Tragweite dieser Entscheidung, ging Prof auf das andere Feld und fragte, ob er ebenfalls am Probetraining teilnehmen könne.

#Education

#Leadership

Nachdem er es in den Kader geschafft hatte, begann seine Reise mit Young Bafana. Auf Grund der Tatsache, dass es Prof geschafft hatte, einem unserer Praktikanten Englisch beizubringen, gaben ihm unsere Trainer den Spitznamen Professor/Prof. „Eigentlich hat alles als Spaß angefangen, denn normalerweise bringen uns die Praktikanten etwas bei, aber stattdessen habe ich unserem deutschen Praktikanten richtiges Englisch beigebracht. Von da an blieb der Namen irgendwie hängen und seither nennen mich die meisten Leute Prof, was mich jedoch absolut nicht stört.“ Prof beendet gerade sein letztes Schuljahr und schaut sich parallel nach möglichen Universitäten um, welche er im Anschluss besuchen möchte.

Er interessiert sich für Politik, weiß aber auch, dass er später kein Politiker werden möchte. Wohl wissentlich, dass seine Möglichkeiten begrenzt sind, hat er sich dazu entschlossen, internationale Wirtschaft oder internationale Beziehungen zu studieren. Was die Universität betrifft, ist Prof im Moment dabei sich zu bewerben und eine Entscheidung zu treffen, wohin er gehen möchte. Sein Traum wäre es, eine Universität in den Vereinigten Staaten zu besuchen, um jedoch keine Möglichkeit ungenutzt zu lassen, schaut er sich parallel auch diverse Universitäten in Südafrika an. Aller Voraussicht nach wird er im kommenden Jahr die Universität in Kapstadt besuchen.

Auf die Frage, was ihm an Young Bafana am meisten gefällt, antwortete Prof: „YB gibt vielen Kindern aus benachteiligten Verhältnissen Hoffnung und schenkt ihnen Zuversicht, dass auch sie eines Tages die Möglichkeit haben, sich ein gutes Leben aufbauen zu können.“ Wenn Prof seine Erfahrungen mit YB in einem Worten beschreiben müsste, wäre es „großartig“.

3. Liga Profifußball

YB Pro steigt in die ABC Motsepe Liga auf

Die ABC-Motsepe-Liga wird auf der SAFA-Website wie folgt beschrieben: “Die derzeitige zweite und insgesamt dritte Liga des südafrikanischen Fußballs.“

Am Wettbewerb nehmen insgesamt 144 Teams teil, welche in neun Divisionen aufgeteilt sind und sich entsprechend ihrer geografischen Lage innerhalb Südafrikas verteilen. Am Ende einer jeden Saison spielen die jeweiligen Gewinner einer Division eine Finalrunde, bei welcher der Gewinner in die erste südafrikanische Liga aufsteigt. Wir als Young Bafana haben uns für dieses Team einige Ziele gesetzt. Das primäre Ziel ist es, den Grundstein für ambitionierte Profifußballer in der Region zu bilden und eine Plattform zu schaffen, auf welcher sie ihr Talent unter Beweis stellen können. Unsere ABC-Mannschaft hat das Potential, die erste Anlaufstelle für diejenigen zu sein, die ihre berufliche Zukunft im Fußball sehen. Unser zweites Ziel ist es, eine Perspektive für unsere Akademiespieler zu kreieren, auf welche sie sich freuen und hinarbeiten können. Das ABC-Team verfolge das klare Ziel, den Weg zum Profifußball zu ebnen. Unser letztes und gleichzeitig ambitioniertestes Ziel ist es, bis 2029 den PSL-Status zu erreichen. Wir denken, dass dieses Ziel uns mehr als genug Zeit einräumt, um die besten Spieler der Region zu rekrutieren und zu fördern.

Seit dem 3. August haben wir mit Dylan Deane einen neuen Cheftrainer für das Team. Deane verfügt über ein umfangreiches Fachwissen sowie eine sehenswerte fußballerische Laufbahn und hat neben der Old Mutual Academy Vereine wie Ajax Cape Town, Cape Town All Stars und Cape Town Spurs trainiert. Auf die Bekanntgabe des neuen Cheftrainers folgte zudem die Veröffentlichung des Assistenztrainers Calro Krieling. Die Probetrainings für die Mannschaft haben Mitte August begonnen und werden bis Ende August fortgeführt. Mit dem Aufbau dieser neuen Mannschaft wird deutlich, dass Young Bafana eine vielversprechende Zukunft bevorsteht.

#Professional

Der Traum wurde Wirklichkeit

YB Arena Opening

23. April 2022 – Wir haben Geschichte geschrieben und die erste Fußball-Akademie in der Helderberg-Region eröffnet!

Was ist unsere Vision? Unsere Vision ist es, Leben zu verändern. Es geht nicht darum, jeden Spieler zu einem Profi zu entwickeln. Wir möchten einen positiven Einfluss auf die Leben unserer Spieler haben, sodass sie ihre Träume Wirklichkeit lassen werden können.

Nach 12 Jahren haben wir nun auch endlich unsere eigene Anlage. Die Eröffnung der “YB Arena” haben wir natürlich angemessen gefeiert, unter Anwesenheit unserer Mitarbeiter*innen, Trainer, Spieler*innen und Unterstützer*innen, ohne die unsere Erfolgsgeschichte nicht möglich gewesen wäre. Unsere Anlage umfasst zwei Fußball-Großfelder, einen Fitnessraum, ein Office bzw. Lern-Center, 2 Umkleidekabinen und zwei kleine Kunstrasenplätze.

Am Eröffnungstag gab es unter anderem einen YB Merchandise Shop, Live-Performances, Kaffee, Pizza, ganz besonderen Reden von Bernd und Lennard sowie das obligatorische Durchschneiden der Eröffnungsschleife. Beendet wurde der fantastische Tag mit einer After-Show-Party in Stellenbosch.

Eyona Ndondo

Eyona Ndondo debütiert am 14. August 2020 in der 1. Liga Südafrikas.

Mit 21 Jahren gelingt einem Young Bafana Spieler die Sensation.

“Und jetzt kommt es zu einem Debut, Eyona Ndondo bekommt 5 Minuten (…)”

– Zama Masondo, Supersport TV Kommentator

#Success

Wir können unser Glück und unseren Stolz kaum in Worte fassen.
Eyona Ndondo (Rufname: Yoyo) hat es als erster Spieler aus unseren Reihen in die 1. Südafrikanische Liga geschafft. Am ersten Spieltag (Fortsetzung nach der Corona Pause), kam es am 14. August im Spiel gegen Chippa United, zum wahrscheinlich größten sportlichen Moment, seit unserer Gründung im Jahr 2010.

Beim knappen Spielstand von 1:0, war es die 84. Spielminute, in der sich Cape Town City Trainer Jan Ole Riekerink, um 17:13 Uhr Ortszeit, dazu entscheidet, zwei Nachwuchsspieler aus der Reservemannschaft einzuwechseln. Einige Tage zuvor waren im Zuge der Ligafortsetzung insgesamt 6 Spieler aus der Reservemannschaft zu den Profis berufen worden.

Einer von Ihnen ist unser Mittelfeldstratege mit der Rückennummer #46. Eyona Ndondo. Es kostet Ihm am Ende nur noch den einen Schritt, um auf den Rasen des Orlando Stadiums in Johannesburg zu gelangen. Er bestreitet sein erstes Spiel als Fußballprofi. Ein langer Weg liegt sowohl vor- als auch hinter Ihm.

Von den Straßen im Township bis hoch in den Profi-Fußball #ChangingLives

Im zarten Alter von 12 Jahren kam Yoyo zu Young Bafana. Damals im Jahr 2012 gehörte er der ersten Mannschaft an, die leistungsspezifisch trainierte; unsere sogenannten Performance Teams. Das gesamte erste Jahr wurde barfuss trainiert. Manche der Jungs, so auch Yoyo, besitzen zu dem Zeitpunkt nicht mal eigene Freizeitschuhe. Unser Gründer Bernd Steinhage kann sich noch gut erinnern.

“Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich mich für Eyona freue. Eyona ist die Strecke vom Township zum Trainingsplatz mehrmals die Woche barfuss gelaufen, um trainieren zu können. Da waren die Jungs erst 12 oder 13 Jahre alt. Ich trainierte die Mannschaft damals – nichts schien ihm und seinen Freunden wichtiger, als unter sicheren Bedingungen Fußball zu spielen. Die Akademie hatte damals nur sehr rudimentäre Möglichkeiten. Es gab kein Clubhouse, keinen Transport und kein freies Feld. Oft haben wir auf dem Rasen einer Schule trainiert.
Ich kann mich außerdem nicht erinnern, dass Eyona auch nur ein Training verpasst hat. Seine Fähigkeiten auf dem Feld und seine starke Persönlichkeit machten ihn schnell zu einem Führungsspieler. Als er dann vor anderthalb Jahren das erste Mal, von Club Legende Benni McCarthy, zum Training der Profis bei Cape Town City eingeladen wurde, wusste ich, jetzt bekommt er seine Chance. Trotz seines Debüts steht Eyona nun vor schwierigen Aufgaben. Jeder weiß, wie hart das Fußballgeschäft sein kann.Am Ende setzen sich die Spieler durch, die ihre Disziplin beibehalten und sich stetig durch harte Arbeit weiterentwickeln. Und das traue ich Eyona definitiv zu. Mein Team und Ich werden alles dafür tun!” – Bernd

#Dedication

Identifikationsfigur mit Einschränkungen

In der Lwandle Township Community, aus der Eyona stammt, leben ca. 150.000 Menschen, die meisten davon unter schwierigen Bedingungen. Es wird nur wenige geben, die seine Entwicklung und das Profi-Debüt nicht bemerkt haben.

“Natürlich hat sein Erfolg eine extrem große Strahlkraft auf die Community und besonders auch auch auf junge Spieler aus unserer Akademie, die ihm nacheifern wollen. Alle freuen sich für Eyona. Dennoch wird er auch in Situationen kommen, in denen andere Menschen aus dem Township ihn um Geld fragen werden.
Leider denken jetzt viele, er ist Profi – und Profis verdienen alle schließlich Millionen. Davon ist Eyona noch sehr weit entfernt. Zum Vergleich: Aus meiner Zeit in Deutschland weiß ich, dass in der Deutschen A Jugend Bundesliga Jugendliche theoretisch schon mehrere tausend Euro verdienen können. In Südafrika hingegen, gehört man zu den privilegierten Jugendspielern, wenn ein Verein sich an den Reisekosten für den Weg vom Township zum Training beteiligt. Ein Unterschied wie Tag und Nacht.”, sagt unser U19 Trainer Veron .

Potential zur Talentschmiede?

Young Bafana ist und bleibt ein gemeinnütziges Projekt, dass sich im Kern seiner Arbeit, mit Fußball und Bildung an Kinder und Jugendliche aus armen Verhältnissen widmet. Die sportlichen Erfolge sind als eine Art gesunde Auslese zu bewerten, die auf unser Scouting Prinzip und unsere fußballspezifische Arbeit zurückzuführen sind. Nur die wenigsten Spieler werden überhaupt die Möglichkeit erhalten, einen Schritt in Richtung Profifussball unternehmen zu können. Der Fokus bleibt weiterhin auf einer ganzheitliche Entwicklung aller Kinder und Jugendlichen, die zu Young Bafana kommen, unabhängig vom individuellen Talent.

Aus einem andern Blickwinkel betrachtet, spüren wir eine große Motivation, da wir ursprünglich nie den Ansatz verfolgt haben, Spieler mit entsprechenden Qualitäten auszubilden. Heute blicken wir zurück und erkennen, was wir als NGO mit nur sehr begrenzten Mittel bis hier hin erreicht haben.

Aktuell haben wir vier weitere Spieler in Reservemannschaften (DISKI) in 1. Liga Vereinen untergebracht. Alle sind ehemalige Mitspieler von Yoyo und gehören zum ersten Performance Team Jahrgang. Hinzukommen unser zweiter Profispieler Asanda Dyani (2. Liga, Free State Stars),sowie Keino und Lance, die beide an Colleges in den USA studieren und Fußball spielen.

Was sagt eigentlich Yoyo zu seinem Debut?

“Ich möchte die Gelegenheit ergreifen, mich bei all den Menschen zu bedanken, die mich seit Tag 1 und im weiteren Verlauf meiner Entwicklung unterstützt haben. Das motiviert mich unglaublich und lässt mich jeden Moment auf und neben dem Feld wertschätzen. Ich werde weiterhin hart arbeiten, damit ich alle Menschen stolz mache, die an mich glauben. Besonders gilt das für meine Familie. Danke.” – Yoyo per WhatsApp aus Johannesburg

#Humble

Asanda “Zuka” Dyani

Der Wunderjunge mit dem Profi Vetrag.

Seit August 2018 ist er der erste Young Bafana Spieler, der es bis hoch in den Profi Fussball geschafft hat.
Er ist nicht der Größte. Er ist nicht der Stärkste. Sein Talent hingegen – eine Gabe, mit der er überragt.

Nachdem Young Bafana im Januar 2014 den Entschluss fasst, das erste von später drei Leistungsteams zu gründen wurden prompt Probetrainings zur Sichtung von talentierten Spielern aus dem Lwandle Township veranstaltet.

Ein Teil von Young Bafana zu werden, bedeutet für viele Kinder und Jugendliche eine seltene Möglichkeit, die Grenzen des Townships zu überwinden, um als Sportler gefördert zu werden und an Spielen und Turnieren in Kapstadt teilnehmen zu können. Darüber hinaus stellt Young Bafana den Jungs u.a. sämtliches Equipment, Lebensmittelpakete nach jeder Einheit sowie ergänzenden Schulunterricht zur Verfügung.

Unter den Bewerbern ein nicht besonders großer, eher schmächtiger Junge, von dem jedoch andere Spieler behaupten, er sei einer der talentiertesten Spieler aus Lwandle.

Der Junge hört auf den Namen „Zuka“ (Kurzform der Waffe Bazuka) und er überzeugt die Trainer auf anhieb. Seine Stärken sind klar durch seine technischen Fähigkeiten, seine Schnelligkeit und eine ausgeprägte Spielintelligenz zu erkennen.

Gemeinsam mit seinen Mitspielern des neu gegründeten U15 Performance Teams wird er die 10km (hin und zurück) zum Training bis zu fünf Mal die Woche zu Fuß bewältigen. Dabei trainiert die Mannschaft von Trainer und Young Bafana Gründer Bernd Steinhage im ersten Jahr komplett ohne Schuhe.

#Performance

Es dauert drei Jahre bis genau diese Mannschaft durch viel Fleiß drei Saisons hintereinander bis in Kapstadts höchste Jugendliga aufsteigt. Des Weiteren erreicht Zuka mit seinem Team das Finale des Coke Cups 2017, Südafrikas größtes Amateur Turnier.

Zuka ist von Anfang an kein Spieler, der viel spricht oder sich in den Vordergrund stellt. Er wirkt oft vertieft in seine eigenen Gedanken, des Öfteren etwas isoliert, aber nie unbeliebt in der Mannschaft. Während andere Mitspieler sofort nach dem Training den Fokus auf Ihre Freizeit richten, wirkt Zuka dennoch fokussiert auf Fußball und nachdenklich über seine Leistung.

Auf dem Platz sticht er stetig als einer der wachsamsten und kommunikativsten Spieler hervor. Er verhält sich in seiner Zeit bei Young Bafana immer vorbildlich und zeigt sich äußerst respektvoll gegenüber den Trainern.
Um sich fit zu halten, geht er zusätzlich neben dem Fußball Training circa drei Mal pro Woche morgens um 5 Uhr vor der Schule für zwei Stunden joggen.

Zuka liebt das offensive Spiel, eine seiner beliebtesten und zugleich effektivsten Bewegungen ist das Dribbling mit Ball, von außen nach innen gehend mit einem geballten Torabschluss auf der Höhe des 16m Raums – vergleichbar mit der Lieblings-Bewegung von FC Bayern Spieler Arjen Robben, nur auf der anderen Seite des Spielfelds.

Eine weitere Besonderheit, für die er im Township bekannt ist, wird anhand seines Torjubels deutlich. In aller Regel bejubelt er seine Tore mit einer Radwende, gefolgt von einem artistischen Flickflack.

Im Vergleich zu seinen Mitspielern, die wie er mit Ihren Familien im Lwandle Township leben, ist Zuka eines der Kinder, die es besonders schwer haben. Mit seiner alleinerziehenden Mutter und fünf weiteren Personen lebt seine Familie in einer kleinen Wellblechhütte nur ein paar Meter entfernt von der befahrenen Hauptstraße. Die Mutter kümmert sich 24/7 um die Familie, der Vater lebt weit entfernt in einem anderen Teil Südafrikas.

Das bislang schlimmste Erlebnis in Zukas Leben findet am 16. Dezember 2015 statt, als er von drei kriminellen Gangstern auf offener Straße überfallen wird, nachdem er Geld für seine Familie an einem Bankautomaten abgehoben hat. Einer der Gangster bewaffnet sich dabei mit einer abgebrochenen Glasflasche, mit der er zusticht – mitten in Zukas Gesicht. Die Wunde muss mit 24 Stichen genäht werden. Die Flasche verfehlt sein linkes Auge nur um wenige Zentimeter.

Trainer aus der Zeit berichten, dass man ihm den Schock lange Zeit angemerkt hat, dass Zuka aber immer die oberste Priorität verfolgt habe, so schnell wie möglich auf den Platz zurückzukehren.

#Passion

#Growth

Ein wesentlicher Grund dafür ist nicht einzig und allein sein Spaß am Fußball – für viele junge Spieler die einzige Abwechslung zum Township Alltag – vielmehr geht es um seinen großen Traum, eines Tages Fußball Profi zu werden, um somit auch seiner gesamten Familie in finanzieller Hinsicht ein besseres Leben zu ermöglichen.

In der Saison 16/17 schießt der 1,65cm große Flügelstürmer insgesamt 35 Tore für Young Bafana in der höchsten Jugendliga in Kapstadt und erhält am Ende der Saison den Golden Boot Award.

Auf die Frage was er als nächstes erreichen wolle, sagt Zuka damals selbstbewusst: „Ich will für die Kaizer Chiefs* spielen, Coach.“

*Die Kaizer Chiefs (16 Mio. Mitglieder) in Südafrika sind in Deutschland mit dem FC Bayern gleichzusetzten.

Nachdem Young Bafana Gründer Bernd Steinhage den richtigen Zeitpunkt abwartete und schließlich Kontakt zur Geschäftsführung der Kaizer Chiefs aufnimmt, um ein Probetraining zu vereinbaren, macht er sich gemeinsam mit Zuka auf den Weg nach Johannesburg. Vorangegangen war eine erfolgreiche Spendenaktion, um Geld für die anfallenden Reisekosten zu sammeln.

Der Cheftrainer der Kaizer Chiefs U-23 Mannschaft ist sofort angetan und bekundete sein Interesse bereits nach dem ersten Probetraining. Die Zusage für einen Platz in der Mannschaft lässt nicht lange auf sich warten.

Allerdings wird Zuka zu Beginn seiner Zeit bei den Kaizer Chiefs auf eine schwere Probe gestellt. Das hat vor allem mit dem Umzug von Kapstadt nach Johannesburg zu tun. Ihm wird zwar ein Platz im Internat in Aussicht gestellt, dies allerdings erst nach Ablauf der ersten zwei Monate, weil bis dahin alle Zimmer belegt sind. Als Übergangslösung wohnt Zuka bei einem Cousin, der widerum weit über 40km weg vom Trainingsgelände der Kaizer Chiefs wohnt. Mit viel Mühe und einem finanziellen extra Zuschuss von Young Bafana, nimmt er die Strecke je morgens und abends auf sich. Zu dem Zeitpunkt ist Zuka 18 Jahre alt – vor und nach dem Training bewegt er sich alleine durch eine der gefährlichsten Städte weltweit.

Dann endlich, nach zwei Monaten, bezieht er sein Zimmer im vereinseigenen Internat, wo er seit Oktober 2017 weiterhin seinem Traum hinterhereifert.

Bei den Kaizer Chiefs stellt er von Beginn an sein Talent unter Beweis und das trotz erheblich größerer Konkurrenz auf dem Platz. Kurz vor Ende der Hinrunde (Stand Februar 2018) führt Zuka mit 6 erzielten Toren die Torjäger Tabelle an…

Zuka spielt für die „Diski“ Mannschaft der Kaizer Chiefs, bedeutet im zweiten Team, das die erste Mannschaft nachhaltig mit neuen Talenten füttern soll. In der Diski Liga sind auch die anderen Nachwuchsmannschaften der Erstligateams vertreten. Das öffentliche Interesse an der Diski Liga ist in Südafrika mittlerweile so groß geworden, dass die Spiele zur Prime Time im nationalen Fernsehen gezeigt werden.

Ein TV Kommentator über Zuka:
„Er ist immer da, immer präsent. Er macht die Tore, weil er immer zur richtigen Zeit die richtige Möglichkeit wittert.“

Dann folgt im August 2018 die Kehrtwende. Zuka verabschiedet sich (vorerst) von seinem Traumverein in Johannesburg, um zurück nach Kapstadt zu kommen. Hier unterschreibt er beim Südafrikanischen Zweitligisten Ubuntu Cape Town FC seinen ersten Profivertrag. Ein weiterer Beweggrund seines Wechsels, Zuka lebt wieder näher an seiner Familie.

Dass der Spieler mit der Rückennummer 13 es bereits so weit geschafft hat, als Junge der aus ärmsten Verhältnissen kommt, ist als Ergebnis harter Arbeit und unbändigen Glaubens anzuerkennen und bereits jetzt eine Erfolgsgeschichte auf die Young Bafana als Ausbildungsverein und die Bewohner des Lwandle Townships sehr stolz ist. Nach einer weiteren Spielzeit bei den Free State Stars im Norden des Landes wurde er im Oktober 2020 vom Zweitliga Verein Cape Umoya FC für zwei Jahre unter Vertrag genommen.

Er sagt, dass sein größter Antrieb darin besteht, die Gewissheit zu haben, dass Gott an seiner Seite ist.

Sein Weg ist noch lange nicht zu Ende. Sein großer Traum: PSG.

Bonne chance, Zuka!

Keino und Lance

Abenteuer Amerika

Das Jahr 2018 wird das wahrscheinlich aufregendste Jahr für die beiden Young Bafana Akademie Absolventen Keino(18) und Lance(17) werden. Nachdem beide sich über die Jahre akademisch und sportlich extrem gut im Rahmen Ihres Stipendiums bei Young Bafana weiterentwickelt haben, bekommen beide nun die einmalige Chance durch ein weiteres Stipendium an einem College in der USA zu studieren.

Für beide Spieler war es ein langer und harter weg, auf dem beiden Spieler viele Hürden überwinden mussten. In Kooperation mit michael athletes usa(Link) wurden beide Spieler nun erfolgreich an Collages in den USA vermittelt.

In den USA, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, werden sie Ihren Traum verfolgen eines Tages als Fussballprofi arbeiten zu können. Den Traum vom Fußball Profi Dasein haben viele talentierte junge Südafrikaner im Alter von Lance und Keino. Diesem Traum in den USA auf einem College nacheifern zu können ist ein großes Privileg für die beiden. Der wichtigste Aspekt bezieht sich aber – wie in Young Bafana Zeiten – auf die akademische Ausbildung, auf die beide nach erfolgreichen Uni Abschluss zurückgreifen können. Sollten Sie sich z.B. nach dem College dazu entscheiden zurück in Ihr Heimatland zu gehen, haben Sie gute Chancen eine erfolgreiche Karriere in der Geschäftswelt zu starten oder sich einer geeigneten Weiterbildung zu widmen.

Viel Glück und Erfolg, Lance und Keino!

#International

Jojo & Ndondo

Zwei Stars im internationalen Kindergarten

Jojo und Ndondo waren die ersten beiden Kinder, die vom Programm „Young Bafana Raising Stars“ profitierten. Ndondo wurde von seinem Onkel adoptiert, nachdem sein Vater 2015 in einem Schusswechsel starb.

#Stars

#Teampower

Ein großes Problem der Kinder ist, dass sie im Township nur ihre Heimatsprache, Isi-Xhosa, und nicht die für ihre Zukunft wichtige Sprache Englisch erlernen. Ihre Reise begann im Januar 2016 mit der, durch ein Stipendium finanzierten, Anmeldung im Storksnet Kindergarten in Somerset West.

Vor ihrem Eintritt in den Kindergarten konnten die beiden kaum ein Wort Englisch und verbrachten einen Großteil ihres Lebens im Township Lwandle.

Heute, vier Jahre später, sprechen die beiden fließend Englisch, sogar miteinander. Beide haben sich menschlich hervorragend weiterentwickelt. Besonders schön zu beobachten, sind die Momente wenn die beiden Zeit mit Kindern aus anderen kulturellen Kreisen verbringen oder zu Geburtstagen in die Stadt eingeladen werden.

2019 folgte der große Tag der Einschulung für die beiden. Auf der Beaumont Secondary School, einer Privatschule in Somerset West, entwickeln sich die beiden Jungs weiterhin großartig weiter.

Die Schulberichte bestätigen diese Entwicklungen der Jungs, welche Young Bafana auch in Zukunft mit Freude beobachten wird.

Neben der Schule gibt es natürlich nur ein weiteres Highlight: Fußball 🙂

#WEAREYOUNGBAFANA

#WEAREYOUNGBAFANA

#changinglives

#changinglives

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